Leben in Herrschaft 2006
Seminar und Abend-Veranstaltung mit Diskussion zum bürgerlichen Staat, seiner demokratischen Form und seinen BürgerInnen am 3. und 4. März 2006 in Ulm

4. Februar 2006

Referenten
Jimmy Boyle Berlin (Junge Linke)

Vortrag
Freitag, 20 Uhr: Vortrag und Diskussion: Club Orange; Kornhausplatz 5 (Einsteinhaus), Ulm
Eintritt: gegen Spende

Seminar
Samstag, 10 Uhr: Tagesseminar: Seminarraum 7 im 2. Obergeschoss; Kornhausplatz 5 (Einsteinhaus), Ulm
Eintritt: 5 Euro
Anmeldung: Klick

NEU: Textempfehlungen
Die Demokratie und ihre Idealisten

Der bürgerliche Staat – eine Einführung

Link zum Stadtplan

Stadtplan (Das Einsteinhaus ist links neben dem roten Kreis)

Ankündigungstext

Das Jahr 2006 beginnt nicht unbedingt aufbauend:
„– Wie soll es weitergehen nach dem Verlust meines Arbeitsplatzes? Wann finde ich endlich einen Ausbildungsplatz? [ … ] Was wird aus mir und meiner Familie? – Ich verstehe diese Fragen. Ich weiß, dass vielen bereits sehr viel abverlangt wird. Sie haben schon lange eine Idee? Es muss gar nichts Überragendes sein, aber sollte 2006 nicht das Jahr sein, in dem Sie versuchen, diese Idee in die Tat umzusetzen? Fangen wir einfach an! Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Sie werden sehen, wie viel Freude es macht, wenn man Schritt für Schritt voran geht. Das kann jeder von uns zu Hause, in der Familie, mit Kindern, in der Schule, am Arbeitsplatz, mit Kranken, mit Behinderten, mit bei uns lebenden Ausländern, in Vereinen, in Selbsthilfegruppen, in Bürgerinitiativen, in Kirchen und vielem mehr.“

Mal ganz abgesehen davon, dass es schwierig ist, an einem Arbeitsplatz Schritte zu gehen, wenn man gar keinen mehr hat, so ist dieses Zitat aus der Neujahrsansprache Angela Merkels durchaus typisch für den Umgang mit Interessen in einer demokratischen Herrschaft. Einerseits werden die Beschwerden ihrer Untertanenschaft zur Kenntnis genommen: kein Arbeits- oder Ausbildungsplatz, Unsicherheit für Einzelne oder Familie. Andererseits werden diese Beschwerden dadurch zurückgewiesen, dass den Ursachen für die Miseren, in denen man steckt, gar nicht auf den Grund gegangen wird, sondern lediglich eine Anleitung zum Klarkommen mit der ganzen Scheiße gegeben wird. Mag man wenig im Magen, eine Bruchbude als Wohnung oder Schulden haben, es ist doch toll, wenn man mal bei einer Selbsthilfegruppe den Kaffee gekocht hat!

Demokratie oder die Freiheit einer Staatsgewalt zuzustimmen

Folgender Inhalt wird Freitag, den 3.3.06, auf der Abendveranstaltung diskutiert: In der Bundesrepublik gilt trotz der verordneten Bescheidenheit weitgehend, dass die Demokratie, in der das stattfindet, eine gute Sache ist. Immerhin gibt es Wahlen, Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Man kann sich also in die Politik einmischen, Kritik und Unmut (auf der Straße) äußern und ist nicht einfach nur passiver Untertan. Was damit schon einmal unhinterfragbar feststeht: 1. dass es Über- und Unterordnung geben muss und 2. dass es innerhalb dieser Ordnung notwendig zu Interessenskonflikten und Schädigungen bei den Untertanen kommt, die von der Politik – und nur ihr – betreut werden. Wo kommen diese Interessenskonflikte her und wie funktioniert politische Willensbildung in der Demokratie denn in der Praxis? Wozu gibt es Wahlen und wieso soll es einen Unterschied machen, einer gewählten Mann- bzw. Damenschaft Untertan zu sein, als einer nicht gewählten?

Staat und Nationalismus oder von einem Gewaltmonopol und seiner willigen Gefolgschaft

Der folgende Inhalt wird an dem Tagesseminar am 4.3.06 diskutiert:
Nach den Thesen zur Staatsform der Demokratie soll behandelt werden, was so ein modernes Gewaltmonopol inhaltlich verfolgt. Ist so ein Staatswesen zur Beendigung des „Krieges aller gegen alle“ da? Oder ist es Diener der natürlichen Menschenrechte? Wir denken vielmehr, dass es genau umgekehrt ist: Der Staat bzw. seine Agenten sind selbst interessiert daran, Menschenrechte einzurichten und zu garantieren und genau daraus folgen erst die unüberwindlichen Interessensgegensätze innerhalb der Gesellschaft. Wie das im Einzelnen funktioniert und was das für miese Konsequenzen für die Untertanen eines solchen Staatswesens hat, soll einerseits erörtert werden.
Andererseits wollen wir besprechen, warum jede Menge Leute trotz allem Mist, den sie hier erleben, an einem solchen Staatswesen festhalten. Da kommt ja zu selten jemand zu dem Schluss, dass so eine Herrschaft einem doch am Ende nichts Gutes beschert bzw. auch gar nicht dafür eingerichtet ist. Dieses Mitmachen für einen Staat, die wir Nationalismus nennen, wird ebenfalls umfangreich in seiner Logik Gegenstand sein.

Flyer

Flyer (pdf, 0.99 MB)
(anklicken für PDF-Datei)

Kapitalismuskritik:
Einführung in die ‚Kritik der Politischen Ökonomie‘

8. Dezember 2005

Vortrag und Seminar am 3. und 4. Februar 2006
Referent: Michael Heinrich
(oekonomiekritik.de)

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UPDATE: Aufzeichnung des Vortrags

Am Abend des 4. Februar wurde der Vortrag zur Einführung in die Kapitalismuskritik auch in Zürich gehalten. Eingeladen hatte die Gruppe Eiszeit, die auf ihrer Website einen Mitschnitt des Vortrags und der nachfolgenden Diskussion veröffentlicht hat: Hier.

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Link zum Stadtplan

Stadtplan (Das Einsteinhaus ist links neben dem roten Kreis)

Plakate (anklicken für eine größere Version):

Flyer (anklicken, um pdf-Dokument anzuzeigen):

>> Zum ehemaligen Ankündigungstext

Der Vortrag soll einen einführenden Überblick über die Thematik liefern und dabei die Aktualität der Marx’schen Kritik prüfen, während das Seminar tiefer in den Gegenstand vordringen soll.

- Arbeitskreis Kritik Ulm (AKKU)

Vortrag
Freitag, den 3. Februar
20:00 Uhr
Club Orange, Einsteinhaus
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt** 2 Euro

Seminar *
Samstag, den 4. Februar
10:00 Uhr
Seminarräume 15 und 16, Einsteinhaus
max. Teilnehmerzahl: -aufgehoben!-
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt** 4 Euro

Kosten für beide Veranstaltungen zusammen:
8 Euro, ermäßigt** 5 Euro

* Anmeldung zum Seminar:

Eine Anmeldung für das Seminar ist nicht mehr nötig. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl wurde aufgehoben. Der Eintritt kann also direkt am Seminar gezahlt werden.

** Ermäßigung:

Die Ermäßigung gilt wie gewöhnlich für SchülerInnen, StudentInnen, Arbeitslose, RentnerInnen, usw.

Michael Heinrich – Kritik der Politischen Ökonomie (theorie.org): Rezensionen, Textproben etc.

Willkommen!

Dies ist die Internetpräsenz des ‚Arbeitskreis Kritik Ulm‘ (kurz: ‚AKKU‘).

Der AKKU bemüht sich darum, eine Kritik an der Gesellschaft zu erarbeiten und zu vermitteln.

In unregelmäßigen Abständen trifft sich der AKKU, um dafür relevante Literatur zu lesen und zu besprechen. Ebenso werden allgemeine und tagespolitische Themen diskutiert. Der Arbeitskreis veranstaltet desweiteren Vorträge und Seminare zu gesellschaftskritischen Themen und vermittelt seine Kritik unter anderem auch durch Flugblätter und diese Website.

(Eine ausführliche Selbstdarstellung folgt)

Zu dieser Website

Kritik: Unter dieser Rubrik werden eigene Flyer und Artikel veröffentlicht.
Termine: Von uns veranstaltete Vorträge und Seminare.